Tarifvertrag lokführer gehalt

In Frankreich schloss die SNCF 2006 eine Vereinbarung über die Vielfalt zwischen Männern und Frauen (auf Französisch, 117 KB PDF), die darauf abzielte, die Beschäftigungsquote von Frauen zu erhöhen und Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wie Mutterschaftsurlaub zu verbessern. Im Allgemeinen sind befristete Arbeitsverträge im Eisenbahnsektor in den meisten Ländern nicht sehr weit verbreitet, mit Ausnahme Sloweniens, wo die meisten Verträge befristet sind und durch einen Tarifvertrag abgeschlossen werden. Es gibt auch zwei interessante Fälle in Bezug auf die Organisation der Arbeitszeit für die alternde Erwerbsbevölkerung und die Altersvorsorge (Frankreich und Spanien). In Spanien wurden in den Jahren 2005-2010 in den Sozialplänen der Unternehmen Renfe-Operadora und ADIF freiwillige Vorruhestandsmaßnahmen eingeführt. In Frankreich enthält eine Vereinbarung aus dem Jahr 2008 besondere Bestimmungen für eine Verkürzung der Arbeitszeit um 60 bis 80 % in den letzten drei Jahren. Diese Vereinbarung wurde von der SNCF und dem Allgemeinen Gewerkschaftsbund (CGT), dem französischen Verband christlicher Arbeitnehmer (CFTC), Unsa, CFE-CGC, FGAAC und der National Union of Senior Managers der SNCF (SNCS) unterzeichnet. In Schweden war die Frage der Dauer der Erholungszeit für Nachtschichtarbeiter ein großes Thema in den Verhandlungsrunden. Die endgültige Vereinbarung zwischen SEKO und BI sieht vor, dass alle Arbeitnehmer, die zwei Nachtschichten pro Woche arbeiten, Anspruch auf mindestens 48 Stunden Ruhezeit in derselben Woche haben. In Italien verfügt die FS-Gruppe über einen gemeinsamen Ausschuss für Chancengleichheit (der durch die nationale branchenweite Vereinbarung von 2003 geschaffen wurde), der jedes Jahr einen “Jahresplan der Tätigkeiten” überwacht. Im September 2010 unterzeichnete die FS-Gruppe die Charta “Chancengleichheit und Arbeitsgleichheit” (gefördert vom Ministerium für Chancengleichheit). Im Jahr 2010 nahmen die FS-Gruppe und die Gewerkschaften an einer Arbeitsgruppe zur Umsetzung der gemeinsamen Empfehlung von CER/ETF 2007 zur Vertretung und Integration von Frauen im Eisenbahnsektor teil. In anderen Fällen haben die Eisenbahnunternehmen immer noch eine beträchtliche Anzahl von Arbeitnehmern mit Sonderstatus, aber der Rahmen ändert sich.

In Dänemark sind längere Bedienstete der Dänischen Eisenbahn (DSB) nach dem Gesetz von gesetzlichen Beamten beschäftigt, die seit dem Jahr 2000 eingestellt werden, jedoch nicht. In Österreich sind mehr als die Hälfte der Mitarbeiter der ÖBB-Beschäftigten Angestellte. Nach einer spezifischen Übergangsregelung (ein neues Dienstleistungsgesetz gilt für die eingestellten Personen ab 1995) wurde jedoch 2004 nach der Umwandlung der OBB in eine Holdinggesellschaft ein neuer allgemeiner Tarifvertrag mit neuen Dienstarbeitsregelungen für den gesamten ÖBB-Konzern geschlossen. Diese Vereinbarung umfasste Bestimmungen über Arbeitszeiten, Urlaub und reduzierte Leistungen bei Krankheit. In Deutschland ging die Zahl der im DB-Konzern beschäftigten Beamten stetig von 24 im Jahr 2000 auf 14 % im Jahr 2010 zurück.

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